Anlagegrundsatz

Ihr Vermögen legen wir
sicher und rentabel an

Niemand kann die Zukunft vorhersagen

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Hin und Her macht Taschen leer

Deutsche Anleger erzielen mit Ihrer Geldanlage im Durchschnitt 2-3% pro Jahr – wie statistische Untersuchungen regelmäßig bestätigen. Dadurch wird aber gerade einmal die langfristige Inflationsrate gedeckt. Von realem Vermögenszuwachs kann also nicht die Rede sein. Das liegt nicht alleine daran, dass wir Weltmeister im Sparen sind. Unsere beliebtesten Geldanlagen  sind bekanntermaßen das Sparbuch, die Lebensversicherung und der Bausparvertrag. Der weitere Grund für solch geringe Erträge ist unser fehlendes Verständnis von der Herkunft von Renditen. Viele Anleger unterliegen dem Irrglauben, dass Rendite durch die Auswahl der „richtigen“ Wertpapiere und ggf. dem Finden des „richtigen“ Kauf- bzw. Verkaufszeitpunkt entsteht. Hinzu kommt die Illusion, die Ernte morgen einzufahren.

Folglich versuchen sich Anleger selbst an der Börse oder legen ihr Geld in gemanagte Fonds bzw. Vermögensverwaltungen an. All diese Wege verursachen hohe Risiken, Kosten und Steuern. Niemand kann doch im Vorfeld wissen, was sich wann wie entwickeln wird. Setzt man auf die falsche Karte, ist entweder der Gewinn nicht der Rede wert oder im „Worst-Case“ alles  verloren. Stichwort: Wirecard. Versucht man Marktentwicklungen vorherzusagen und handelt dementsprechend, kann das ebenfalls Rendite kosten. Steigt man zu früh aus und erst zu spät wieder ein, wird ein schlechterer Preis erzielt. Dazu kommt, dass der Handel nicht kostenlos ist. Es entstehen Transaktionskosten. Steuern auf Gewinne werden sofort abgeführt.

Erkenntnis der Wissenschaft

Es ist also sehr hilfreich, sich nochmal die Funktionsweise der Kapitalmärkte bzw. die Entstehung von Renditen vor Augen zu führen. Renditen entstehen einzig und allein durch eine Wertschöpfungskette. Unternehmen erhalten von Anlegern Kapital und produzieren mit weiteren Ressourcen Dienstleistungen oder Güter. Das Ziel ist Gewinne zu erwirtschaften. Anleger werden an den Gewinnen beteiligt und erzielen dadurch eine Rendite. Natürlich spielt auch die langfristige Entwicklung der Werte der jeweiligen Unternehmen eine Rolle. Die Informationseffizienz an den Kapitalmärkten der entwickelten Nationen ist sehr hoch. Dadurch ist es langfristig auch nicht möglich, sich einen Wissensvorsprung zu verschaffen, um wiederum eine höhere Rendite als der Gesamtmarkt zu erzielen. Das hat die Wissenschaft längst herausgefunden und kommt zu dem sehr eindeutigen Ergebnis: den Markt dauerhaft und planbar nach Kosten zu schlagen, ist nicht möglich (Effizienzmarkthypothese, E. Fama, Nobelpreis 2013). Die Suche nach den „richtigen“ Wertpapieren und „richtigen“ Handelszeitpunkten ist also nutzlos.

Die Unterschiede einer aktiven und passiven
Geldanlage einfach erklärt

Wenn Rendite durch das Zusammenspiel von Produzenten und Konsumenten entsteht sowie das Erzielen einer Überrendite mit Prognosen planbar nicht möglich ist, kann man sich den Aufwand, Risiken, Kosten und Steuern sparen.

Wie legt man dann sein Geld sinnvoll an? Indem man nicht dem aktiven, sondern dem passiven Investmentansatz folgt. Beim passiven bzw. prognosefreien Investieren verzichtet man auf jegliche Art von Prognosen, die zu „Stock-Picking“ (Aktienauswahl) und „Market-Timing“ (Handelszeitpunkte finden) führen. Stattdessen wird auf sehr breite Risikostreuung gesetzt. Anstelle von ständigem Handeln wird gekauft und gehalten (Buy & Hold). Anlageentscheidungen werden ausschließlich regelbasiert getroffen. Weiterhin wird kein kurzfristiger, sondern ein langfristiger Ertrag erwartet.

Passives Investieren lässt sich mit sog. Indexfonds sehr gut umsetzen. Indexfonds spiegeln – einfach gesagt – nur die Entwicklung des jeweiligen Index wie z.B. dem Dax wider. Dafür kaufen Indexfonds die Wertpapiere, die in dem jeweiligen Index enthalten sind. Das führt zu Sicherheit, Transparenz, Kosten- und Steuereffizienz. Die Ergebnisse lassen sich sehen: In den letzten 120 Jahren hat ein global diversifiziertes Indexportfolio im Durchschnitt bis zu 7,3% p.a. erzielt.

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Aktive Geldanlage

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Passive Geldanlage

Geldanlage: 9 Prinzipien für Ihren Anlageerfolg

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Renditeentstehung

Rendite entsteht einzig und allein durch die Wirtschaft - dem Zusammentreffen von Konsumenten und Produzenten. Arbeitskraft, Wissen, Rohstoffe und Kapital sind die Faktoren, die zu einer Wertschöpfung führen. Konsumenten investieren Kapital und profitieren parallel zum Konsum von den Gewinnen.

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Markteffizienz

Im Jahre 2013 hat Eugene Fama den Nobelpreis für seine Arbeit über die Markteffizienzhypothese erhalten. Kern dieser These ist, dass Kapitalmärkte effizient und vorhandene Informationen bereits eingepreist sind. Somit kann kein Anleger durch aktiven Handel dauerhaft überdurchschnittliche Renditen erzielen.

Zufallsprinzip

Wenngleich Märkte in ihrer Gesamtheit langfristig steigen, so sind die jährlichen Renditen mal positiv, mal negativ, mal hoch, mal niedrig. Die Reihenfolge der Renditen unterliegt einem Zufallsprinzip. Das gilt auch für die Renditequellen, also den einzelnen Unternehmen, Branchen und Ländern.

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Risikostreuung

Das Gesamtrisiko einer Geldanlage wird gemindert, wenn man das unsystematische Risiko vermeidet. Dieses besteht, wenn man nur in einzelne Unternehmen oder Branchen investiert. Durch gute Risikostreuung bleibt nur das jeweilige Marktrisiko existent, welches nicht umgangen werden kann.

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Weltmarkt

Wirtschaft findet global - also über die Grenzen von Deutschland und Europa hinaus - statt. Daher ist es ratsam, sein Geld nicht nur am Heimatmarkt, sondern weltweit anzulegen. Das bedeutet, in Wertpapiere von sowohl Industrie- als auch Schwellenländern zu investieren. Zeitgleich reduziert sich das Marktrisiko.

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Geduld

Es ist ein reines Glücksspiel, schnell hohe Gewinne an der Börse zu erzielen oder mögliche Verluste zu begrenzen. Der intelligente Anleger richtet daher seine Geldanlage am Kapitalmarkt langfristig aus. Er lässt die auf lange Sicht steigenden Märkte für sich arbeiten, anstatt spekulativ zu handeln.

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Risikokontrolle

Das individuelle Risiko einer Vermögensanlage ist durch die Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen kontrollierbar. Die Bedürfnisse des Anlegers bestimmen das Verhältnis von risikoarm zu risikoreich. Dazu eignen sich am besten Produkte, die einen passiven Ansatz verfolgen.

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Kostensenkung

Die Höhe zukünftiger Renditen ist ungewiss. Bei der Geldanlage sind die Kosten direkt zu Beginn bekannt. Diese sollen daher so gering wie möglich sein. Die logische Konsequenz ist, dass eine Anlage mit geringen Kosten rentabler sein wird, als ihr teures Pendant. Der Gewinn liegt im Einkauf.

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Steuerreduktion

Die langfristige Ausrichtung einer Geldanlage ohne Spekulation wirkt sich zudem sehr positiv auf das Thema Steuern aus. Denn durch wenige Transaktionen bzw. Verkäufe entsteht nur eine geringere Steuerlast oberhalb der steuerlichen Freibeträge. Das erhöht die Rentabilität deutlich.

Häufig gestellte Fragen zu Anlagegrundsatz

Die Frage nach Rendite darf das Risiko nicht außer Acht lassen. Die Frage müsste genauer genommen lauten: „Welche Rendite kann man mit passivem Investieren bei welchem Risiko erwarten?“. Je nach Portfoliostruktur können Sie langfristig bis zu 7% p.a. im Durchschnitt bei höchstmöglicher Diversifikation erzielen. Eine Garantie für die Zukunft gibt es natürlich nicht.

Wenn man den Grundsatz der Risikostreuung befolgt, unterliegt man hauptsächlich dem sogenannten Marktrisiko – also einem schwankenden Depotwert in Abhängigkeit der (globalen) Marktentwicklung. Hinzu kommt das Anlegerrisiko. Damit ist gemeint, dass Anleger falsche Anlageentscheidungen auf Basis von Angst und Gier fällen. 

Die Frage ist, welches Interesse verfolgt wird. Privatanleger handeln oftmals aus Angst oder Gier. Zudem spielt Ungeduld eine Rolle. Vielen Anlegern ist dieser Investmentansatz auch gar nicht bekannt. Banken und Vermittler empfehlen den aktiven Investmentansatz, weil sie aus den entsprechenden Produkten Provisionen erhalten. Fondsgesellschaften und Vermögensverwalter haben als primäres Interesse, Geld zu verdienen. Mit dem aktiven Investmentansatz sind die Einnahmen deutlich höher. Obwohl sich den wissenschaftlichen Erkenntnissen widersetzt wird, hört es sich besser an.

Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse eignen sich Indexfonds/ETFs, die die jeweilige Anlageklasse und Region abbilden. 

Für den Aufbau eines passiven Portfolios ist die regionale Gewichtung entscheidend. Soll nach Marktkapitalisierung (Börsenwert der Länder), nach Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt der Länder) oder nach einer Kombination aus beiden gewichtet werden? Je nach Entscheidung reichen ein bis sieben ETFs für den Aufbau eines passiven Portfolios aus.  

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