Szenario harter Brexit – was Anleger jetzt über ihre Geldanlage wissen sollten

Aktuell ist noch unklar, wann und in welcher Form es zu dem Brexit kommen wird. Sollte es schon am 29.03.2019, statt dem aktuell erbetenen 30.06.2019, zu einem harten Austritt kommen, können Anleger von Änderungen betroffen sein, die sich aus den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen für UK-Fonds ergeben. Mit Eintritt des harten Brexit, also dem Verlassen des europäischen Wirtschaftsraumes, würde Großbritannien als „vollständiger“ Drittstaat gelten. Dadurch müssten in Großbritannien angesiedelte Fonds ein umfangreiches Prüfungs- bzw. Zulassungsverfahren bei der BaFin durchlaufen, um für den Vertrieb in Deutschland zugelassen zu werden. Das kann einige Jahre in Anspruch nehmen. Bis zur Genehmigung sind Käufe dieser Fonds dann nicht mehr möglich.


Wie erkennt man einen UK-Fonds?


Festzustellen, ob Sie UK-Fonds in Ihrem Portfolio haben, ist sehr einfach. Schauen Sie sich die internationalen Wertpapierkennnummern (ISIN) Ihrer Fonds an. Beginnt die ISIN mit GB, so handelt es sich um einen UK-Fonds. Beispiel: GB1234567891


Wie geht man mit bestehenden Geldanlagen um?


Für bestehende Geldanlagen in UK-Fonds zeichnen sich derzeit keine Änderungen ab, sodass diese weiterhin gehalten werden können. Es gilt allerdings Folgendes zu berücksichtigen: Führen Sie ein regelmäßiges Rebalancing in Ihrem Depot selbst oder automatisiert von einer Bank durch, können Käufe in UK-Fonds nach einem harten Brexit nicht ausgeführt werden. Daher sollte für den jeweiligen Fonds ein adäquat handelbares Pendant eingesetzt werden. Bei Bedarf kann der Einfachheit halber eine Umschichtung von dem UK-Fonds in den handelbaren Fonds durchgeführt werden.


Wie geht man mit Neuanlagen bzw. Sparplänen um?


Wie zuvor beschrieben, sind UK-Fonds mit Eintritt des harten Brexit am 29.03.2019 nicht mehr handelbar. Daraus folgt, dass Neuanlagen in solche Fonds dann nicht mehr möglich sind. Auch Sparpläne, also regelmäßige Käufe von Fonds, werden nicht mehr ausgeführt. Daher sollten Sie sich auch hier um eine handelbare Alternative zu dem jeweiligen UK-Fonds bemühen.


Wo erhält man gute Unterstützung?


Sofern Sie Hilfe in dem möglichen Szenario benötigen, finden Sie am besten Unterstützung bei einem unabhängigen Honorarberater. Dieser kann Sie frei von Interessenskonflikten, die entstehen können, sobald Provisionen gezahlt werden, beraten.


Wir sind unabhängiger Honorarberater in Köln. Sprechen Sie uns gerne an.

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