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Finger weg von Aktien

Das denken sich die Deutschen. Unter anderem wegen dem Dotcom-Crash im Jahre 2000, dem drastischen Kursrutsch der Telekom-Aktie und der Finanzkrise 2008/2009. Das können wir aus unserem Berufsalltag bestätigen. In unseren Beratungsgesprächen und Vorträgen, aber auch in Kommentaren zu unseren Fachbeiträgen oder Interviews sind Vorbehalte zu Investitionen in Wertpapiere oft ein Thema. Der folgende Beitrag räumt mit Vorurteilen auf und schafft Klarheit.


Bevor wir uns den Vorurteilen widmen, gehen wir einen Schritt zurück. Warum muss Geld angelegt werden? Hauptgrund ist die Inflation! Daraus ergibt sich die Frage: Wie hoch muss der Ertrag einer Geldanlage unter Berücksichtigung der Inflation und Steuern überhaupt sein? Das lässt sich mit der Break-Even-Zins-Formel ausrechnen. Diese lautet: Inflationsrate : (1-Steuerquote). Bei einer beispielhaften Inflationsrate von 3% und Abgeltungssteuer lautet die Berechnung: 3 : (1-0,28) = 4,17%. Es sind also mindestens 4,17% Rendite pro Jahr nötig, um die Kaufkraft nach Steuern zu erhalten. Vermögenszuwachs beginnt also erst bei Renditen oberhalb der 4,17%. Daraus ergibt sich die zweite Frage: Mit welchen Geldanlagen kann man diese Mindestrendite erzielen? Mit Bausparen, Lebensversicherung, Tagesgeld und Sparbuch ist dies, gerade wegen dem Niedrigzinsniveau, nicht möglich. Das gilt im Übrigen auch für alte Lebensversicherungen mit 4% Garantieverzinsung. Diese erhalten Sparer entgegen der häufigen Annahme nicht auf den Sparbeitrag, sondern auf den Sparbeitrag minus Kosten für Provisionen, Verwaltung und Versicherungsschutz. Es ist also zwingend notwendig, sich an dem Weltwirtschaftswachstum zu beteiligen, um eine entsprechende Rendite zu erzielen. Und das funktioniert relativ einfach mit Aktien. Doch nun zu den Vorurteilen.


Vorurteil 1: Aktien sind viel zu riskant


Rendite kommt von Risiko. Als Anleger muss man ein gewisses Risiko eingehen, um eine entsprechende Rendite erzielen zu können. Aktien unterliegen Kursschwankungen, Branchen- und Unternehmensrisiken, Liquiditätsrisiken und dem Marktrisiko. Daher ist es essentiell, nicht „alle Eier in einen Korb zu legen“. Auch weil man nicht im Vorfeld wissen kann, wie sich etwas entwickeln wird. Bedeutet: nicht nur Aktien eines Unternehmens oder eines Branchenzweiges zu kaufen, sondern über alle Branchen hinweg. Um das Marktrisiko zu minimieren, sollten Aktien nicht nur aus bestimmten Ländern gekauft werden, sondern weltweit inklusive Schwellenländer. Weiterhin sollte das Geld mindestens 10 Jahre arbeiten können. Also nur das Geld investieren, das man definitiv 10 Jahre nicht benötigen wird. Doch in dieser Zeit ist ein Risiko besonders hoch: das Verhalten des Anlegers bei fallenden Kursen. Fallen die Kurse, sind dies zunächst nur Buchverluste. Daher ist Disziplin nötig, das Ganze auszusitzen. Der wahre Grund, warum viele Anleger Geld mit Aktien verloren haben, ist, dass sie entweder nur auf einzelne Wertpapiere gesetzt oder bei fallenden Kursen bzw. Tiefstpreisen die Buchverluste mit dem frühzeitigen Verkauf ihrer Aktien dann realisiert haben. Um das Beispiel aus der Einleitung aufzugreifen: Inhaber der Telekomaktie hätten bis heute wenigstens 4% p.a. erzielt - wären sie nicht voreilig ausgestiegen.


Vorurteil 2: Aktien sind reine Spekulation


Aktien stellen zunächst das Eigentumsrecht an einem Unternehmen dar. Die Frage ist: Wie geht der Anleger mit seinen Aktien um? Ein bildhaftes Beispiel: Ein Autofahrer kann sich an Verkehrsregeln halten und vorausschauend fahren oder eben nicht. Im Schlimmsten Fall kommt es zu Sanktionen oder gar einem Unfall. Daran hat aber das Auto keine Schuld. So auch mit Wertpapieren. Wollen Anleger schnell reich werden und versuchen deshalb vermeintliche „Gewinneraktien“ herauszupicken, sowie die „richtigen“ Kauf- und Verkaufszeitpunkte zu finden, macht es zur Spekulation. Übrigens funktionieren aktiv verwaltete Investmentfonds und die traditionelle Vermögensverwaltung nach diesem Prinzip. Sie versuchen besser als der Markt abzuschneiden. Gemäß zahlreicher Studien ist das auf Dauer nicht möglich – und schon gar nicht für Privatanleger.


Vorurteil 3: Aktien sind nur etwas für Vermögende


So wie jedermann allein schon im Supermarkt Waren von Aktiengesellschaften kauft, kann sich jedermann auch an diesen Unternehmen beteiligen. Am einfachsten und kostengünstigsten geht das mit Anlageklassenfonds und ETFs. Sogar schon ab 25€ im Monat. Weltweite Streuung über alle Branchen hinweg inklusive - ohne Profianleger sein zu müssen.


Vorurteil 4: Anlageberater sind die Hauptprofiteure


Im Groben und Ganzen kann dem zugestimmt werden. Man kann jedoch nicht alle über einen Kamm scheren. Die Krux im deutschen System ist, dass Berater meist gar keine Berater sind, sondern Verkäufer. Sie erhalten nämlich Provision. Daher liegt die Vermutung nahe, dass oft Produkte vermittelt werden, die primär für das Portemonnaie des Vermittlers und nicht des Anleger gut sind. Um jedoch fair zu bleiben, ist zu erwähnen, dass immer zwei dazu gehören. Die einen, die Produkte verkaufen und die anderen, die ohne Prüfung und Kalkulation schnell etwas abschließen. Auch sollte jedem klar sein, dass eine gute Beratung nicht kostenlos sein kann. Echte Berater hingegen sind Honorar-Anlageberater bzw. Honorar-Finanzanlagenberater, da deren Vergütung nicht von dem Verkauf von Anlageprodukten abhängt. Provisionen sind ihnen von Gesetzwegen verboten. Die Vergütung erfolgt einzig und allein per Honorar - wie bei einem Rechtsanwalt oder Steuerberater.


Fazit


Aktien sind, gerade in Zeiten wie diesen, unverzichtbar für die Altersvorsorge, Geldanlage und Vermögensaufbau. Diese bergen natürlich Risiken. Doch das höhere Risiko liegt im Verhalten des Anlegers. Mit dem Ausblenden jedweder Emotionen, Disziplin und kluger Risikostreuung sind langfristig Renditen zwischen 5 und 11% p.a. kein Hexenwerk - bei einem relativ überschaubaren Risiko. Diejenigen, die Beratung suchen, sind am besten bei einem unabhängigen Honorarberater aufgehoben.


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