Corona & Wirecard: Diese Aktien sollten Sie JETZT kaufen!

(Aktualisiert am 09.09.2020)


Wir sind begeistert, dass die erste Version dieses Blog-Beitrags "Corona-Crash: Diese Aktien sollten Sie jetzt kaufen" vom 01. April 2020 für eine enorme Resonanz gesorgt hat. Dieser Beitrag wurde mittlerweile von tausenden Ratsuchenden gelesen. Das zeigt, wie groß die Suche nach Orientierung ist, sein Geld richtig anzulegen.


Vor der ersten Veröffentlichung dieses Beitrags - als der Aktienmarkt durch Corona herbe Verluste verzeichnete - wurden wir mehrfach gefragt, welche Aktien man jetzt kaufen solle. Ob Lufthansa, Bayer oder Münchener Rück. Schließlich stehen die Kurse aufgrund des Corona-Crash sehr niedrig. Das Gewinnpotential sei daher stark gestiegen.


Und dann kam noch Wirecard. Der DAX-Konzern galt als Vorzeigeunternehmen. Nur leider trifft hier das Sprichwort "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" zu 100% zu. Aufgrund neuer Informationen über die Bilanzfälschung rauschte der Aktienkurs der Wirecard-Aktie von einem zwischenzeitlichen Höchststand nahe der 200-Euro-Marke auf unter 1 Euro ab. Das ist für Investoren - insbesondere Privatanleger - äußerst bitter.


Es ist uns eine Herzensangelegenheit, Anlegern eine spürbar bessere Anlageerfahrung zu verschaffen. Daher erfahren Sie In diesem Beitrag, worauf es wirklich ankommt und welche Aktien Sie tatsächlich kaufen sollten.



Privatanleger scheitern langfristig


Erlauben Sie uns bitte, dass wir jetzt direkt unverblümt Klartext sprechen. Die übliche Herangehensweise von Investoren, sich immer wieder auf die Suche nach vielversprechenden Wertpapieren zu begeben, funktioniert nachweislich langfristig nicht. Punkt. Nicht, weil wir das einfach mal behaupten, sondern bewiesen ist.


Die Grafik zeigt die Renditen verschiedener Anlageklassen wie REITs (Aktien von Immobiliengesellschaften), S&P 500 (Aktien der 500 größten Unternehmen in den USA), 60/40 und 40/60 Portfolios (Aktien/Anleihen), Bonds (Anleihen), Gold, EAFE (Aktienindex der weltweiten Industrieländer ohne USA und Kanada), Homes (Wohnimmobilien), Öl und Inflation in dem Zeitraum 1926 bis 2015. Während die Renditen der wichtigen Anlageklassen zwischen 5 und 11% p.a. liegen, erzielt der durchschnittliche Anleger langfristig ein mickriges Ergebnis. Nur was sind die Gründe, dass Anleger regelmäßig scheitern? Das schauen wir uns jetzt genauer an.



Das machen 95% aller Anleger falsch


Nur, weil man sich in ein Flugzeug setzt, ist man noch lange kein Pilot. Soll heißen: Nur, weil man Wertpapiere kauft, ist man noch lange kein (erfolgreicher) Investor. Fehlendes Wissen richtet in beiden Fällen großen Schaden an. Bei einer Geldanlage müssen es nicht zwangsläufig extreme Verluste wie bei Wirecard sein. Es reicht schon aus, dass man positive Renditen einfach verpasst. Somit entgeht einem langfristig viel Geld. Die erste Grafik lässt sich wie folgt vereinfacht und ergänzt darstellen.



Wenn man mit Wertpapieren handelt, entstehen natürlich Kosten. Das sind Depotführungsgebühren, Transaktionskosten, Produktkosten bei Fonds und Steuern. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Es ist durchaus wichtig, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Der Gewinn liegt im Einkauf.


Doch das Verhalten des Anlegers fällt viel stärker ins Gewicht. Also wie verhält er sich beim Investieren?

Anlageentscheidungen basieren bei den meisten Anlegern auf zwei Treibern. Angst und Gier. Gier, wenn man (ständig) nach den "richtigen" Aktien oder Fonds sucht, die exorbitante Gewinne in Aussicht stellen. Angst, wenn man kalte Füße bei Abwärtsbewegungen bekommt. In beiden Fällen trägt die Presse maßgeblich dazu bei, einen irre zu machen. Die Folge ist ein ständiges Hin und Her. Und das macht bekanntlich die Taschen leer.


Die Gründe für das Verpassen von Rendite sind die Nachteile des sog. "Stock-Picking" (selektive Aktienauswahl) und des sog. "Market-Timing" (Versuch, die "richtigen" Kauf- und Verkaufszeitpunkte zu finden). Fehlen einem die besten Aktien im Portfolio, entgeht einem logischerweise Performance (nachfolgende Grafik, linke Seite). Ist man zwischendurch nicht investiert, weil man aus Angst ausgestiegen ist, ist man bei den besten Handelstagen oder Erholungsphasen nach einem Einbruch nicht dabei (nachfolgende Grafik, rechte Seite).

Nichts und niemand kann die Zukunft und Kapitalmärkte prognostizieren. Auch Finanzprofis nicht. Eine selektive Aktienauswahl und das Abpassen von Zeitpunkten ist reine Spekulation - also Glücksspiel. Gerade Privatanleger haben keine ausreichenden Ressourcen für entsprechende Analysen. Hand aufs Herz: welcher Privatanleger hat sich vor dem Kauf der Wirecard-Aktie die Bilanz angeschaut und Auffälligkeiten festgestellt? War es doch wieder einmal der Mainstream, dem man (blind) gefolgt? Beruhigend für Verbraucher ist, dass auch sämtliche Analysen der Experten nicht nur bei dem Zahlungsdienstleister kärglich versagt haben, sondern auch erwiesenermaßen dauerhaft überhaupt keinen Mehrwert stiften. Professionelle Anleger erzielen ebenfalls langfristig Unterrenditen. Die Nachteile des Stock-Picking und Market-Timing greifen hier gleichermaßen. Auch das ist keine stupide Behauptung, sondern Tatsache. Die folgende Illustration zeigt, wie groß der Anteil der Profis ist, die es nicht schaffen, besser als ihr Maßstab zu sein. Bei einem Anlagehorizont von 10 Jahren plus x sind es weltweit nur sage und schreibe 2%. Und welche das sind, können Sie im Vorfeld nicht wissen!








Diese Prinzipien führen zum Erfolg

1. Rendite verstehen


Rendite entsteht durch die Wirtschaft automatisch. Die Kapitalmärkte steigen langfristig. Das ist seit 200 Jahren der Fall. Innovation und Fortschritt sind dafür verantwortlich. Unternehmen produzieren Waren oder Dienstleistungen. Anleger stellen dafür Finanzkapital zur Verfügung. Sie partizipieren an den Gewinnen (Dividenden) und erzielen dadurch eine Rendite. Ebenfalls mit langfristigen Kurssteigerungen.


2. Rendite steigern


Die Rendite vor Kosten und Steuern kann in dreierlei Hinsicht gesteigert werden. Erstens, indem man sich an so vielen Unternehmen wie möglich beteiligt. Zweitens, indem man konsequent investiert bleibt. Drittens, indem man auf Faktoren setzt, die eine höher zu erwartende Rendite im Vergleich zum Gesamtmarkt aufweisen.


3. Risiken streuen


Vor einer Investition in Aktien sollten Sie sich die drei wesentlichen Risiken am Aktienmarkt nochmal bewusst machen. Fokussieren Sie Einzelwerte, so unterliegen Sie dem unsystematischen Risiko. Beispielsweise, weil Sie Aktien von nur einem Unternehmen (z.B. Wirecard) kaufen (Einzelaktienrisiko) oder auf nur eine Branche (z.B. Digitalisierung) setzen (Industrierisiko). Dem Marktrisiko – wie beispielsweise jetzt in der Corona-Krise – unterliegen Sie immer.


4. Risiken kontrollieren


Das individuelle Risiko einer Geldanlage ist durch die Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen kontrollierbar. Die Bedürfnisse des Anlegers bestimmen das Verhältnis von risikoarm (Anleihen, Tagesgeld, Festgeld) zu risikoreich (Aktien).


5. Wissenschaft beherzigen


Eugene Fama hat im Jahr 2013 den Nobelpreis für seine Arbeit über die Markteffizienzhypothese erhalten. Seine These besagt, dass Kapitalmärkte hochgradig effizient und vorhandene Informationen daher bereits eingepreist sind. Somit kann sich kein Anleger dauerhaft einen Wissensvorsprung verschaffen. Demzufolge hilft auch aktiver Handel einem nicht dabei, dauerhaft überdurchschnittliche Renditen zu erzielen.


6. Marktrenditen abschöpfen


Man folgt dem wissenschaftlichen Ansatz, wenn man mit seinen Wertpapieren einfach nur die weltweiten Marktrenditen abschöpfen. Die Globalisierung gilt auch für die Kapitalmärkte. Daher ist es ratsam, weltweit zu investieren. Sowohl in Industrie-, als auch in Schwellenländer.


7. Kosten senken


Renditen werden von Kosten reduziert. Daher ist es ratsam, diese sehr gering zu halten. Depots gibt es mittlerweile kostenlos. Transaktionskosten lassen sich mit nur gelegentlichem Handel erheblich reduzieren. Das gilt auch für Steuern. Produkte ohne aktive Verwaltung ziehen niedrige Produktkosten mit sich.


8. Geduldig sein


Kursschwankungen und Crashs sind völlig normal. Sie gehören dazu, wie die Nacht zum Tag. Lassen Sie sich davon also nicht verunsichern und sehen Sie Ihre Geldanlage langfristig. Es gibt mehr Aufschwünge als Abschwünge. Um genauer zu sein, etwa in dem Verhältnis zwei zu eins. Das Risiko nicht investiert zu sein ist also viel größer, als investiert zu sein. Die Börse ist keine Lotterie - auch wenn manchmal ein Quäntchen Glück natürlich dazugehört. Sie haben bereits gesehen, welche Auswirkung Stock-Picking und Markt-Timing haben.


9. Begleiter wählen


Konsequent an seiner Anlagestrategie festzuhalten, ist oftmals leichter gesagt als getan. Schaut man ins Depot und stellt beispielsweise einen Kurseinbruch von 30% fest, kann man natürlich schnell kalte Füße bekommen. Ein unabhängiger Finanzberater kann Sie dabei unterstützen, auf Kurs zu bleiben und vor teuren Anlageentscheidungen bewahren. Wichtig ist, dass es ein Honorarberater ist. Alle anderen wollen Ihnen nur etwas verkaufen – aber nicht das, wo Ihr Profit am Höchsten ist.



Diese Aktien gehören in jedes Portfolio


Ausnahmslos jeder Anleger ist gut beraten, wenn er sich zeitgleich mehrere tausend Aktien über sämtliche Branchen hinweg aus der ganzen Welt ins Depot legt. Einfach, kostengünstig und transparent funktioniert das mit (börsengehandelten) Indexfonds – häufig als ETF (Exchange Traded Fund) bekannt. Die Auswahl ist hier sehr vielfältig. Mittlerweile sind weit über 1.000 Produkte in Deutschland handelbar. Die Ausgestaltung der Strategie hängt natürlich von den Wünschen und Bedürfnissen des Anlegers ab. Daher können wir an dieser Stelle keine konkreten Produkte empfehlen. Das wäre alles andere als seriös. Mit der letzten Grafik zeigen wir auf, dass bei einem weltweiten Investment (1.600 Aktien, 23 Industrieländer) langfristig eine positive Wertentwicklung zu erwarten ist. Trotz Krisen, die es schon immer gab und geben wird. Ein diversifiertes Portfolio hat - die letzten 200 Jahre betrachtet - fast 7% p.a. inflationsbereinigt erzielt. Ein Dax seit Auflage rund 8%. Und Ihr Portfolio?



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Haftungsausschluss: der o.g. Blog-Beitrag stellt keine Handlungsempfehlung dar. Eine Geldanlage birgt Risiken.

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